Die Teilnehmer ließen sich durch die teilweise
nicht angekommenen Koffer aber nicht die Laune verderben. Fehlende
Kleidung oder Toilettenartikel wurden vor Ort eingekauft. Die örtliche
Führerin, eine waschechte Wienerin mit typischem wienerischen
Charme begleitete die Reisegruppe zu einigen der schönsten
und interessantesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Beeindruckend
waren die griechischen Tempel in Segesta und insbesondere auch im
Tal der Tempel in Agrigent. Dort legte der sehr gut erhaltene Concordia-Tempel
Zeugnis ab von der Baukunst der antiken Griechen. Die Geschichte
Siziliens machte die Reiseführerin Doris auch beim Besuch mehrerer
herrlicher Kirchen deutlich. Besonders sehenswert waren die Kirchen
in und um Palermo. Der Dom in Monreale wird als Meisterwerk der
sizilianischen Kunst angesehen. Er beeindruckte durch seine Größe,
die herrliche Innenausgestaltung und den künstlerisch wunderschön
gestalteten Kreuzgang. Das Gegenstück ist die Kathedrale in
der Inselhauptstadt Palermo. In der Stadt bildet die ehemalige Kirche
San Giovanni degli Eremiti mit ihrem wunderschönen Kreuzgang
und dem Garten im Innenhof eine beschauliche Oase.
Den Abschluss des Besuchs von Kirche um Palermo bildete die Wallfahrtskirche
Santa Rosalia auf dem Monte Pellegrino. Von dem Berg aus hatte man
außerdem eine herrliche Sicht über die Stadt.
Sizilien hat aber nicht nur griechische, römische
und arabische Geschichte zu bieten, sondern auch herrliche Landschaften.
So besuchten die Garchinger Siedler die hoch über Trapani gelegene
antike Elymerstadt Erice mit besonders beeindruckenden Ausblicken.
Ebenso bot Taormina herrliche Landschaft, gepaart mit einer wunderschönen
Altstadt und einem Theater aus römischer Zeit. Die Stadt wird
mit Recht als eine der schönsten Städte Siziliens bezeichnet.
Aus römischer Zeit stammt die noch sehr gut
erhaltene Villa Romana del Casale. Sie war die wunderschöne
Jagdresidenz der römischen Kaiser und ist für ihre noch
sehr gut erhaltenen Mosaiken berühmt. Die Gruppe konnte zahlreiche
der insgesamt 3.500 Quadratmeter umfassenden Zeugnisse der römischen
Kunst bewundern.
Wer Sizilien besucht, will natürlich auch
den höchsten Berg der Insel, der Vulkan Aetna besuchen. Die
Garchinger konnten die Zeugnisse mehrerer Vulkanausbrüche sehen.
Viele fuhren auch mit der Gondel auf eine Höhe von 2.500 Metern.
Leider spielte hier das Wetter nicht so recht mit. Der Berg war
größtenteils mit Wolken verhüllt. Wer allerdings
mit Jeeps noch bis zur Höhe von 3.000 Metern fuhr, konnte den
Gipfel in der Sonne erleben.
Die Reiseteilnehmer mussten teilweise bis zwei
Tage vor Abreise auf ihre Koffer warten. Das machte zwar einige
Umstände, konnte aber die Freude an der Reise nicht verderben.
Auch dieses Erlebnis mit den fehlenden Koffern wird den Teilnehmern
unvergesslich bleiben.
Alle Teilnehmer der Reisegruppe waren von dem
umfangreichen und abwechslungsreichen Programm sehr angetan. Sie
genossen die Fahrten auf der Insel und die sehr kenntnisreichen
Erklärungen der Reiseleiterin. Sie würzte ihre Ausführungen
mit Erzählungen aus dem täglichen Leben auf der Insel,
dem Einfluss der „Ehrenwerten Gesellschaft“ und auch
mit lustigen Episoden. So wurde die Sizilienreise der Garchinger
Siedler zu einem rundum und in jeder Beziehung unvergesslichen Erlebnis.